Baukasten: Suppen

Die Suppen(koch)kunst liegt mir sehr am Herzen und als bekennende Liebhaberin sowie Fan der Suppenküche probiere ich mich hier gerne aus.

Lerne mein kleines Suppeneinmaleins kennen und lasse dich inspirieren...

Die perfekte Suppenkomposition sollte aus diesen Zutaten aufgebaut sein: Fett, Aromaträger, Gewürze, Basiszutaten, Flüssigkeit, ON TOP. Damit auch du zukünftig in der Suppenküche experimentieren kannst, möchte ich dir hier eine kleine Anleitung für die ideale Suppenzubereitung an die Hand geben. Los geht es…

 

Zubereitungsregel Nr. 1: FETT
Füge zunächst deine Fettquelle bei. Geeignet hierfür sind zum Beispiel hochwertige Pflanzenöle (Olivenöl), Kokosöl, Ghee, aber auch Nüsse, Samen oder Avocados. Achte darauf dass das Öl nicht seinen Rauchpunkt überschreitet und zu Qualmen beginnt.

 

Zubereitungsregel Nr. 2: AROMATRÄGER
Als nächstes dreht sich alles um den Geschmack, das sogenannte Aroma. Da Aromaträger die längste Garzeit besitzen, müssen sie zu Beginn zugefügt werden. Verwende zum Beispiel Zwiebeln, Karotten, Paprika und/oder Tomaten.

 

Zubereitungsregel Nr. 3: GEWÜRZE
Wie bei allem kommt es auch bei Suppen auf die richtige Würze an. Sei hier zuerst lieber etwas sparsamer, denn nachwürzen ist immer möglich. Als Gewürze kommen zum Beispiel die Klassiker Salz und Pfeffer, aber auch gemahlene Gewürze, Chilis, Kräuter (frisch und/oder getrocknet), diverse Saucen wie Soja in die Suppenschüssel.

 

Zubereitungsregel Nr. 4: BASISZUTATEN
Die Basis kann vielfältig sein und auch aus mehreren Zutaten zusammengesetzt werden. Ob Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, (Pseudo-) Getreide wie Reis, Hirse oder Graupen, Gemüse, Nüsse und Samen. Gib dazu was dir schmeckt und sich ergänzt. Die Kochzeit richtet sich nach der Zutat mit der längsten Garzeit.

 

Zubereitungsregel Nr. 5: FLÜSSIGKEIT
Eine der wichtigsten Komponenten. Sie sorgt dafür, dass die unter vier genannten Zutaten weich kochen. Klassisch werden Wasser, Fond und Brühe zum Kochen verwendet, aber auch (Nuss-/Pflanzen-)Milch, (Pflanzen-)Sahne, gestückelte oder passierte Tomaten können tolle Komponenten sein.

 

Zubereitungsregel Nr. 6: ON TOP
Meine liebste Zutat das ON TOP. Dieses verleiht deiner Kreation das gewisse Extra. Vor allem hitzeempfindliche Zutaten werden erst ziemlich zum Schluss beigefügt. Jetzt wäre auch der richtige Zeitpunkt zum Nachwürzen. Für das gewisse Extra können zum Beispiel Zitronen-, Limettensaft, Essig, natürliche Süßungsmittel, Nüsse und Samen, Blattgemüse sowie Garnierungen (Pesto, Joghurt, Cremes, geröstetes Brot und/oder Kichererbsen sowie Croutons) sorgen.

 

Am Ende ist es wichtig, dass du deine Suppe optimal abschmeckst.
Diese Tipps können dir helfen, dass Ideale herauszuholen:

  • Ist deine Suppe zu fad? Füge Salz und Pfeffer hinzu.
  • Ist deine Suppe zu flach? Füge Säure wie zum Beispiel Essig oder Zitronensaft dazu.
  • Ist deine Suppe zu dick? Füge Wasser hinzu.
  • Ist deine Suppe zu dünn? Füge zum Beispiel Pfeilwurz bei und koche die Suppe länger.

 

Suppen können auch vorgekocht und aufbewahrt werden. Nach der Zubereitung sollten sie etwa eine Stunde bei Raumtemperatur abkühlen. Danach halten sie sich für zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Ansonsten lassen sie sich auch einfrieren.

 

Extratipp zum Schluss: Um die Nährstoffe ideal aufzunehmen und beim Kochen nicht zu zerstören, sollten Vitamine nicht zu lange gekocht werden. Einige fettlösliche Vitamine halten heißem Wasser zeitweise stand, allerdings reagieren wasserlösliche sehr sensibel. Makronährstoffe und Mineralstoffe bleiben (fast) unverändert. Bei den Antioxidantien gilt die Regel: Manche gewinnen, manche verlieren.

 

Und nun ran die Suppenkelle…

 Noch ein paar Inspirationen gefällig? Dann schaue in meine Kategorie Aus der Suppenschüssel.

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