Zehn Fakten über Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind in aller Munde, doch um was handelt es sich eigentlich bei diesen vielfältig einsetzbaren „Früchtchen“? Erfahre die zehn wichtigsten Fakten...

Nummer 1:

Hülsenfrüchte sind ein essbarer Samen in einer Hülse und sie gehören (nach den Korbblütlern und Orchideen) zu der drittgrößten Familie der Blütenpflanzen.

 

Nummer 2:
Vorhanden und bekannt sind über 700 verschiedene Gattungen und 18.000 Arten, wovon Bohnen, Linsen und Erbsen die am weitverbreitetsten sind.

 

Nummer 3:
Clevere Ergänzung notwendig? Hülsenfrüchte liefern einerseits vor allem (pflanzliches) Eiweiß, B-Vitamine, Mineralstoffe (Kalium, Magnesium) und Spurenelemente (Eisen) und andererseits wenig Fett, Kalorien, Natrium und Cholesterin.

 

Nummer 4:
Heißhunger gekonnt bekämpfen! Fühlst du dich schnell wieder hungrig und kämpfst mit einem schwankenden Blutzuckerspiegel? Aufgrund der reichlich enthaltenen löslichen und nicht löslichen Ballaststoffe sättigen Hülsenfrüchte lange, wirken cholesterinsenkend und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Auch die Verdauung können diese kleinen Alleskönner positiv beeinflussen und fördern. Bereits 100 Gramm weiße Bohnen führen dem Körper über 50% der Ballaststoffmenge für den Tag zu.

 

Nummer 5:
Molybdän, wichtig für Stoffwechselabläufe und die Gesundheit der Leber, ist in Linsen reichlich, ja sogar am meisten im Vergleich zu allen pflanzlichen Quellen enthalten.

 

Nummer 6:
Die Kombination macht’s! Um die biologische Wertigkeit von Linsen optimal auszunutzen solltest du sie mit einem vollwertigen Reis verzehren. Reis enthält die beiden essentiellen Aminosäuren Methionin und Cystein, über welche Linsen nicht verfügen. Durch geschickte Kombination dieser beiden Lebensmittel kannst du dem Körper acht (von neun) essentielle Aminosäuren in einer Mahlzeit zuführen.

 

Nummer 7:
Um eine bessere Verdaulichkeit zu erzielen sowie Anti-Nährstoffe (wie Lektine und Phytinsäure) zu minimieren, Hülsenfrüchte vor dem Kochen waschen, verlesen (schlechte Hülsenfrüchte schwimmen im kalten Wasser oben) sowie immer über Nacht einweichen. Kümmel-, Fenchelsamen, Ingwer, Kreuzkümmel und frische Minze können ebenfalls zu einer leichteren Bekömmlichkeit beitragen.

 

Nummer 8:
Bekannte und beliebte Vertreter der Bohnen sind Kidney-, Wachtel-, weiße und schwarze Bohnen sowie Kichererbsen. Letztere zählen weltweit zu den Favoriten und sind wahrliche Ballaststoffbomben.

 

Nummer 9:
Linsen sind in geschälter (leichter verdaulich) und ungeschälter (nährstoffreicher, geschmacksintensiver) Variante erhältlich sowie in folgenden Größen: 3-5mm (kleine Linsen), 5-6mm (mittelgroße Linsen), 6-7mm (große Linsen). Zu den beliebtesten Vertreter zählen die nussig schmeckenden Beluga-Linsen, die formstabilen grünen und braunen, die süßlich schmeckenden roten sowie die durch das Schälen brauner Linsen entstehenden gelben Linsen.

 

Nummer 10:
Phytinsäure: schlecht oder gut? Phytinsäure kann die Verwertbarkeit sowie die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen vermindern bzw. hemmen, jedoch ist anzunehmen, dass das in Vollkornprodukten (in Weißmehlprodukten fehlt durch die Verarbeitung bereits ein Großteil der Phytinsäure, aber auch große Mengen der Nährstoffe) vorhandene Angebot an Mineralstoffen und Spurenelemente so hoch ist, dass der menschliche Körper auch trotz der bindenden Wirkung der Phytinsäure ausreichend profitieren kann. Außerdem stehen dem schlechten Ruf der Phytinsäure drei positive Entdeckungen entgegen: Regulierende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, krebsbekämpfende Fähigkeiten sowie die Möglichkeit bei der Abwehr schädlicher Strahlung behilflich zu sein. Zerstört werden kann die Phytinsäure nicht wie andere Stoffe durch den Kochprozess, jedoch kann durch Fermentation die Phytinsäure inaktiviert bzw. durch Einweichen vor dem Kochen der Gehalt vermindert werden, wobei letzteres den weiteren positiven Aspekt der Verkürzung der Kochzeit mit sich bringt.

Weitere Informationen zu den positiven Eigenschaften der Inhaltsstoffe findest du hier.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0