Würziges aus der Sojabohne

Soja gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und liefert sehr viel Eiweiß, welches mit Getreide kombiniert sehr hochwertig ist und als Ersatz für tierisches Eiweiß dient. Erfahre die Vorzüge der bekanntestes Sojaprodukte...

Soja gehört zur Familie der Hülsenfrüchte, liefert sehr viel Eiweiß, welches mit Getreide kombiniert sehr hochwertig ist und als Ersatz für tierisches Eiweiß dient und ist außerdem reich an Kalium, Magnesium, Eisen und Zink. Es zeichnet sich zudem mit über 50% Lino- (Omega-6-Fettsäure) und 8% Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) durch ein ideales Fettsäurespektrum aus und ist ein sehr guter Lieferant von Folsäure, Vitamin E und K. Es zählt zu den basischen Lebensmitteln, beinhaltet kaum Stärke und die vorhandenen Kohlenhydrate werden sehr langsam verwertet. In meiner Küche verwende ich Soja häufig in Form von Tofu und Sojasauce. Bei Tofu handelt es sich um gestockte Sojamilch und seine Herstellung ähnelt der von Käse, indem Sojamilch dickgelegt wird, die Milch gerinnt, sich in Molke und Bruch trennt und letzterer in Formen gefüllt und gepresst wird. Einsatz findet Tofu bei mir in Saucen, als Aufstrich sowie in Salaten. Bei Sojasaucen unterscheidet man zwischen Shoyu, einer weizenhaltigen und Tamari, einer weizen- und glutenfreien Sauce. Erstere sollte am Ende des Kochvorgangs zugegeben werden, denn das Aroma verfliegt zügig. Tamari verfügt über ein kräftiges Aroma und hält auch längeren Kochzeiten stand und kann somit problemlos am Anfang beigefügt werden.

Ebenfalls bekannte Sojaprodukte sind Miso und Tempeh. Ich selbst verwende sie kaum, aber trotzdem möchte ich sie dir kurz vorstellen. Im Unterschied zu Sojasaucen enthalten Misos (Würzpasten) die festen Bestandteile und das wertvolle Öl der Sojabohne und eignen sich zum Marinieren und als Dip (bitte nicht erhitzen). Neben Vitaminen, Mineralstoffen, wertvollen Enzymen und Milchsäurebakterien zeichnet sich Miso durch einen hohen Gehalt an Vitamin B12 aus, was vor allem für Veganer sehr interessant ist. Zu guter Letzt zum Tempeh. Ich persönlich bin kein Fan von Tempeh, da er für mich trotz dass er kein Salz enthält, einen sehr salzigen und meiner Ansicht nach gewöhnungsbedürftigen Geschmack aufweist. Dies soll dich allerdings nicht davon abhalten es selbst auszuprobieren, denn Tempeh weist durch die Fermentation (bei der Produktion werden gekochte und geschälte Sojabohnen von einem Pilz über- und durchwachsen und folglich zu einem zusammenhängenden Stück verbunden) einen sehr hohen Eiweißgehalt sowie die wertvollen Isoflavone (sekundärer Pflanzenstoff) der Sojabohne auf.

 

Damit du gleich loslegen kannst probiere doch folgende Rezepte:
Bolognese Classico, Tofu-Nudelsalat

 

… vielleicht wird Soja auch für dich zur WUNDER-Bohne.

 Weitere Informationen zu den positiven Eigenschaften der Inhaltsstoffe findest du hier.

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