Was Ist Gesunde Ernährung Für Mich?

In meinem Beitrag -Natürliche Ernährung- habe ich bereits einiges zum Thema gesunde Ernährung geschrieben.
Die Blogparade -Was Ist Gesunde Ernährung Für Mich?- von Sabine (Blog Smoothiewelt) hat mich nun darüber hinaus dazu inspiriert,
dir im folgenden Beitrag meinen Weg zu einer gesunden und natürlichen Ernährungsweise aufzeigen und dir damit deutlich zu machen,
dass es jederzeit möglich ist seine Ernährung positiv zu verändern.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade von Smoothiewelt.


 Ernährung spielte in meinem Leben schon immer eine große Rolle.
Intensiviert hat sich dies allerdings durch mein duales Bachelorstudium im Bereich Food Management sowie meine Weiterbildung zur Gewichtsmanagerin an der BSA Akademie, wodurch ich mehr und mehr in die Ernährungswelt eingetaucht bin und viele Erfahrungen sammeln konnte.

Die erste Ernährungswende kam im Jahr 2013 als ich mich für die vegetarische Lebensweise entschied, jedoch tat ich mir anfangs sehr schwer damit, Alternativen zu finden und griff oft zu Vollkornnudeln, Kartoffeln, Gemüse und Tofu. Hülsenfrüchte? Nüsse? Fehlanzeige.
Im darauffolgenden Jahr folgte dann die zweite Veränderung. Da es mir gesundheitlich nicht besonders gut ging lies ich mich beim Arzt durchchecken und dabei stellte dieser einen bereits weit vorangeschritten Eisenmangel fest, weshalb ich von nun an meine Ernährung (noch) stärker im Fokus haben musste. Damit mir dies optimal gelang und ich nicht dauerhaft zu Tabletten greifen musste, entschied ich mich dazu, eine professionelle Ernährungsberaterin aufzusuchen, die mir zusätzlich zu meinem vorhandenen Wissen, noch gezielter helfen sollte. Hier bekam ich wertvolle Tipps, mit denen ich meinen Eisenmangel ohne Tabletten in den Griff bekam. Mir wurde aufgezeigt, was ich über den Tag verteilt essen und kombinieren soll, um die Eisenaufnahme bestmöglich zu gestalten und diese nicht durch die Kombination verschiedener Lebensmittel, die sich gegenseitig ungünstig beeinflussen, hemme.
Ich fand ziemlich schnell heraus zu welchen Produkten ich greifen kann und es entwickelte sich eine gewisse Routine.

Ende 2016 wurde mir dann allerdings bewusst, dass ich meine Ernährung zwar immer im Fokus habe, ich mich aber in mancherlei Hinsicht gar nicht so abwechslungsreich, natürlich und gesund ernähre wie ich annahm. Komplette Fertiggerichte aus dem Supermarkt fanden zwar nie den Weg in meinen Kochtopf, jedoch verwendete ich gerne das ein oder andere Päckchen, um zum Beispiel einen Auflauf zu zaubern. Hülsenfrüchte?
Verschiedene Gemüsesorten? Obst? Kaum bis gar nicht. Da ich früher auf einige Gemüse- und Obstsorten (Paprika, Äpfel, Bananen) ab und an mit Beschwerden wie Bauchschmerzen reagierte, habe ich diese teilweise komplett von meinem Speiseplan verbannt. Auch meine Kochkünste waren eher einfach gestrickt, weshalb es oft die gleichen Lebensmittel in meinen Kochtopf und somit auf unsere Teller schafften. Wie das genau aussah?
Ein typischer Tag begann mit Cornflakes, seit meiner Ernährungsberatung mit Joghurt und Vollkornhaferflocken sowie (gekauftem) Brot oder Knäckebrot mit Frischkäse und selbst gemachter Marmelade. Mittags nahm ich mir ein Käsebrot (häufig auch ein Nutellabrot) sowie 125g Magerquark mit Vollkornhaferflocken (oder wenn es im Mai und Juni Erdbeeren gab, dann auch die leckeren Früchtchen) mit ins Büro.
Zeitweise griff ich auch gerne zum Früchtejoghurt oder Grießbrei aus dem Becher oder versuchte mir einen -natürlichen- Joghurt selbst zusammenzustellen, indem ich Naturjoghurt (0,1% Fett) mit Dosenobst mischte. Abends gab es größtenteils eine Gemüsepfanne mit etwas Gemüse
(aber nicht die Welt und meistens nur Erbsen oder Karotten) sowie zum Beispiel Bulgur und Couscous. Oft hatte ich nach der Arbeit aber wenig Lust zum Kochen, sodass ich erneut zu Brot und Käse griff. Am Wochenende kochte ich mittags vorwiegend einen Auflauf (mit Hilfe von Fertigsaucenpäckchen)
oder ein anderes schnell zubereitetes Gericht (ebenfalls mit Fertigpäckchen). Zum Abendbrot servierte ich mir 300g Joghurt (0,1% Fett) mit Vollkornhaferflocken. Abschluss meines Tages bildet(e) immer eine Schale Müsli mit verschiedenen Vollkornflocken, Cornflakes, einer Müslimischung
(zum Beispiel mit getrockneten Beeren und Rosinen) sowie Milch. Und was wöchentlich mindestens zweimal auf den Tisch kam war Kaiserschmarren.
Ich würde mich zeitweise sogar als süchtig nach der Süßspeise bezeichnen.

Fazit: Meine Ernährung war sehr einseitig, nicht abwechslungsreich, sehr milchlastig und unbewusst nahm ich viele Zusatzstoffe zu mir.
Auch das Thema Fett ging ich völlig falsch an. Einzig die Auswahl von komplexen Kohlenhydraten und Vollkornprodukten hatte ich schon früh begriffen.
Doch dann kam die dritte Wende…


… nach einem Gespräch kam in mir der Wunsch auf mich ab sofort ohne meine Helferlein die Fertigsaucen und Fertigsuppen zu ernähren.
Also machte ich mich an die Recherche und suchte nach Alternativen wie ich aus natürlichen Zutaten leckere Gerichte zaubern kann.
Ich schaffte mir viele Kochbücher an und tauchte in die Welt des Kochens ein und zwar der Welt des Kochens mit natürlichen Zutaten,
ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker sowie ohne (zugesetzten) Zucker. Ich begann meinen Vorratsschrank auszumisten und mir neue (natürliche) Zutaten zuzulegen (welche? Eine Übersicht über alle meine nun verwendeten Produkte findest du hier).
Ich fing an mit verschiedenen (mir bisher nicht vertrauten) Lebensmitteln zu experimentieren (zum Beispiel Hülsenfrüchte, Nüsse) und mich wieder an zuvor auf das Abstellgleis verbannte Produkte wie Paprika, Äpfel und Bananen zu wagen. Und siehe da. Meine Ernährung hat sich um 360 Grad gewandelt.
Ich esse heute so vielfältig und abwechslungsreich wie noch nie, fühle mich fitter und vitaler und habe auch keine Probleme mehr mit bestimmten Lebensmitteln. Beim Einkaufen lege ich nun Wert auf die Auswahl saisonaler und regionaler Lebensmittel sowie auf eine hohe Qualität.
Bestimmte Produkte wie zum Beispiel Gemüse, Obst und Milch kaufe ich lediglich in Bio-Qualität.
Fertigsaucen? Brauche ich nicht mehr. Ich bereite alles selbst zu und achte bei meinen Lebensmitteln, wie bereits erwähnt, darauf, dass sie keine Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker sowie Zucker enthalten. Natürlicher Zucker wie in Milchprodukten und Obst ja, aber in Maßen.
Zugesetzter Zucker? Diesbezüglich versuche ich mich an die Empfehlung zu halten und nicht mehr als fünf Teelöffel pro Tag zu mir zu nehmen. Haushaltszucker? Komplett verbannt. Benötige ich Zucker dann greife ich zu Alternativen wie Kokosblütenzucker und Xylit
(weitere Ersatzprodukte findest du hier), allerdings halte ich mir immer wieder vor Augen, dass Zucker Zucker bleibt, egal in welcher Form.
Ich habe diesbezüglich auch viele speziell auf das Thema ausgerichtete Bücher gelesen,
wodurch mir erst bewusst wurde, worin sich Zucker überall verbirgt.
(Kuh-)Milch- und Milchprodukte esse ich ebenfalls nur noch in Maßen. Im Gegensatz zu früher,
wo ich an manchen Tagen fast 500g Joghurt und 250ml Milch zu mir nahm, habe ich dies heute drastisch reduziert.
Wie ich dies erreiche? Indem ich Milchalternativen wie Mandel- und Hafermilch einsetze, meinen morgendlichen Joghurt mit Overnight Oats und Porridge abwechsle (beides mit Pflanzenmilch zubereitet), am Mittag zu einer gesunden Salatkreation greife (Varianten zeige ich dir in meinem Salatbaukasten) oder mir ab und an einen Milchreis selbst zubereite (zum Beispiel aus Quinoa und Mandelmilch). Den Joghurt zum Abendbrot habe ich ganz gestrichen.
Lediglich meinen Abendsnack in Form meines Müslis (und damit einhergehend auch Kuhmilch) habe ich beibehalten.
Bei letzterem habe ich allerdings meine bisherigen Müslimischungen gegen solche ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker sowie ohne zugesetzten Zucker getauscht. Ebenfalls reduzierte ich meinen Brotkonsum. Wenn ich heute zu Brot greife, dann zu selbstgebackenem.
Somit weiß ich genau was drin ist und kann sicher sein, dass es sich um ein Vollkornbrot handelt.
Ansonsten esse ich viele Hülsenfrüchte, Gemüse verschiedenster Sorten und nicht mehr nur Erbsen und Karotten, Obst, Getreide und Pseudogetreide
aller Art wie Quinoa, Bulgur, Couscous, Dinkel, Graupen,… Ja ich würde definitiv sagen ich ernähre mich rundum abwechslungsreich.
Ich konnte seit Dezember 2016 viel über natürliche Ernährung (Clean Eating) lernen und vor allem habe ich die Kochleidenschaft in mir entdeckt und geweckt. Mein Repertoire enthält nun so viele leckere Gerichte, das ich mich manchmal gar nicht entscheiden kann, was ich kochen möchte.
Und ich bin noch lange nicht am Ende mit dem Ausprobieren und Kreieren neuer Rezepte.

Wie heute eine typische Woche bei mir aussieht und somit auch verdeutlichen soll, was für mich eine gesunde Ernährung bedeutet,
kannst du dir in meiner Reihe -What to Eat- in der Rubrik EAT/Let’s Cook anschauen.
Hier zeige ich dir auf, wie ich mich die Woche über ernähre und wie sich dies unkompliziert kombinieren lässt.
Schaue dir auch meine Rezepte an und du wirst wie ich schnell sehen und merken, dass es so einfach sein kann seine Mahlzeiten selbst zuzubereiten.


FAZIT: Mir geht es heute so gut wie noch nie. Ich fühle mich fit und vital und ich bin froh, dass ich angefangen habe mich zu öffnen und Neues auszuprobieren. Konnte ich mir früher nicht vorstellen stundenlang in der Küche zu stehen und zu kochen oder zu backen,
kann ich mir es heute nicht mehr vorstellen nicht in der Küche zu werkeln. Verstärkt hat sich meine Leidenschaft durch meinen Blog.  
Es ist mir eine Herzensangelegenheit mein Wissen und meine Rezepte weiterzugeben und somit auch andere für eine gesunde und natürliche Ernährung
zu begeistern. Wie du siehst bin auch ich nicht immer diesen Weg gegangen und es hat lange gedauert bis ich meine perfekte Ernährungsweise
nun endlich gefunden habe, aber es hat sich definitiv gelohnt. Du musst nicht alles auf einmal ändern.
Auch ich habe Schritt für Schritt im letzten Jahr angefangen und entdecke noch heute Möglichkeiten, wie ich mich noch weiter verbessern kann.
Leg los, denn dein Körper und dein Wohlbefinden wird es dir danken.
 

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