Etiketten lesen und Zutaten entschlüsseln

Natürliche Ernährung bedeutet wie der Name schon sagt natürliche und unverarbeitete Lebensmittel zu verwenden. Doch kann das Auswählen der richtigen Lebensmittel beim Einkaufen schwierig werden, wenn man an den Etikettendschungel denkt. Zukünftig kein Problem mehr mit folgenden Tipps.

Frage 1: Hat das Lebensmittel ein Etikett?
Kommt ein Lebensmittel wie zum Beispiel frisches Gemüse ohne ein Etikett aus, dann sind sie zu 100% clean. Ist ein Etikett mit Zutatenliste enthalten ist Analysieren angesagt, was dich zu Frage zwei führt.

 

Frage 2: Kannst du alle Zutaten aussprechen? Bzw. kannst du mit allen Zutaten etwas anfangen?
Kannst du eine oder mehrere Zutaten nicht aussprechen und/oder enthält die Liste Zutaten, die sich chemisch anhören kannst du davon ausgehen, dass diese nicht natürlich sind. Hierbei handelt es sich dann meistens um Konservierungs- und Farbstoffe, Süßungsmittel, Geschmacksverstärker, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Geliermittel, Stabilisatoren sowie Säureregulatoren. Zusammengefasst um die kennzeichnungspflichtigen E-Nummern. Beispiele sind: Lysozym (E 1105), Ascorbinsäure (E 300), Lecithin (E 322), Aspartam (E 951), Glutaminsäure (E 620). Auch Produkte und/oder Lebensmittel, die mit den Slogans fettarm, zucker- und fettfrei sowie light beworben werden, sind stark industriell verarbeitet. Kontrolliere deshalb genau, ob du die Inhaltsstoffe zuordnen kannst oder ob es nur spanische Dörfer für dich sind. Ebenfalls solltest du dich fragen, ob du diese Zutaten auch verwenden würdest, wenn du das Produkt komplett selbst zubereiten würdest.

 

Frage 3: Wie viele Zutaten hat das Lebensmittel/Produkt? Mehr als fünf?
Als Faustregel kannst du dir folgendes merken: Je kürzer die Zutatenliste, umso natürlicher. Je länger, desto verarbeiteter und nicht mehr natürlich. Hat ein Produkt und/oder Lebensmittel mehr als fünf Inhaltsstoffe ist es höchstwahrscheinlich sehr stark verarbeitet. Aber Merke: Dies gilt für Fertigprodukte und nicht für deine Rezepte. Kochst du selbst, darf dein Rezept selbstverständlich mehr als fünf Zutaten beinhalten.

 

Ganz einfach lässt sich dies am Beispiel einer Tütensuppe mit Pilzen aufzeigen:
Zutaten: Stärke, Sonnenblumenöl, Weizenmehl, 9,8% Kartoffeln, Jodsalz, Zucker, Molkenerzeugnis, Milchzucker, Glukosesirup, Aromen, Röstzwiebeln (Zwiebeln, Sonnenblumenöl), 1,8% Pfifferlinge, Kräuter, Gewürze, Milcheiweiß, Maltodextrin, Hefeextrakt, Säuerungsmittel Zitronensäure

 

Im Vergleich mein Rezept aus der Kategorie – Aus der Suppenschüssel –
Braune Champignons, Pflanzensahne, Gemüsebrühe, Olivenöl, Salz, Pfeffer

 

Ich denke dieses Beispiel macht deutlich, dass in der Tütensuppe viele unnötige Stoffe enthalten sind, die du nicht benötigst, um eine schmackhafte und vor allem gesunde Pilzsuppe zu zaubern. Auch die Tatsache, dass lediglich 1,8% Pfifferlinge verwendet werden und diese Zutat somit ziemlich weit hinten in der Zutatenliste steht (die Zutaten, die am meisten vorhanden sind, stehen als erstes) lässt das Produkt nicht besser werden.

 

So nun bist du gewappnet für deinen nächsten Einkauf. Spiele Detektiv und informiere dich genau. Du wirst sehen, du bekommst ziemlich schnell ein Gefühl für Etiketten und vor allem dafür, welche Produkte clean sind und in den Einkaufskorb wandern und welche du lieber wieder ins Regal zurück stellst.

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