Interview Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ)

Am vergangenen Samstag in der RNZ: IM TAGEBUCH DER NEUZEIT LOCKEN TOLLE REZEPTE
Vielen Dank an Dominik Rechner von der Rhein-Neckar-Zeitung für den super Bericht.

Walldürn. Wie wird eigentlich eine Nachspeise süß, ohne den ungesunden herkömmlichen Zucker oder chemische Süßungsmittel dafür zu verwenden? Wer gesünder leben möchte, erhält die Antwort auf dem Food- und Fitnessblog „Eat Train Be Fit“ von Anna-Maria Baier: Sie süßt ihre Desserts mit Kokosblütenzucker, einem veganen Süßungsmittel. Viele weitere Antworten und Tipps rund um die vegetarische Ernährung und das Thema Fitness gibt Baier in ihrem Blog, den sie seit April betreibt. Sie beschreibt ihn als eine Art Tagebuch im Internet, wo sie immer wieder neue Rezepte für vegetarisches Essen und Fitnesstipps einstellt. „Meine Gerichte haben nicht nur die Besonderheit, dass sie vegetarisch sind, ich koche ausschließlich mit natürlichen, frischen Zutaten, ohne Fertigprodukte oder Zusatzstoffe der Lebensmittelindustrie. Ich möchte den Menschen eine gesunde, ausgewogene Ernährung ans Herz legen“, betont Baier. Sie verwendet auch gerne Lebensmittel, die nicht jedem so bekannt seien, wie z.B. Buchweizen, und verzichtet möglichst auf gewöhnlichen Rübenzucker. Stattdessen süßt sie ihre Speisen eben mit dem besagten Kokosblütenzucker, der vor allem wegen seines sehr geringen glykämischen Werts bekannt geworden ist. Dieser gibt an, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Das Spektrum der Rezepte Baiers reicht vom Frühstück über Pasta-, Risotto-, und Ofengerichte bis hin zu Eintöpfen, Suppen, Salaten, gesunden Fastfood-Gerichten und Süßspeisen. Verschiedene Brotrezepte findet man ebenfalls in dem Foodblog. Mit ihren Rezepten möchte Baier zu einer gesunden Ernährung anregen, die wiederum das allgemeine Wohlbefinden fördern soll. Wie allseits bekannt ist, sollte man aber auch Sport treiben, um sich fit zu halten. Deshalb gibt Baier auf ihrem Blog auch Informationen zum täglichen Workout, Krafttraining und Laufen – sowohl was die Ausrüstung als auch die Ausübung verschiedener Trainingsarten betrifft. Doch was hat sie eigentlich motiviert, einen solchen Blog, der ja auch viel Zeit in Anspruch nimmt, ins Leben zu rufen? „Ich habe mich schon immer für Ernährung und Fitness interessiert. Deshalb habe ich auch Foodmanagement studiert“, erzählt Baier. Nach dem Studium hat sie sich dann noch in diversen Fitnesskursen und im Bereich Gesundheitsmanagement weitergebildet. Zwar habe sie früher schon ganz gerne gekocht und einiges von ihrer Mutter gelernt, doch eine richtige Leidenschaft fürs Kochen habe sich erst mit dem Studium und ganz besonders in den vergangenen zwölf Monaten entfacht. Anfangs fehlten ihr jedoch noch die Ideen für abwechslungsreiche Gerichte. Deshalb begann sie damit, sich nach und nach neue vegetarische Rezepte aus Kochbüchern und dem Internet zu besorgen. Je mehr sie verschiedene Dinge nachgekocht habe, desto mehr Spaß habe sie am Kochen gefunden und immer mehr Lust darauf bekommen, eigene Varianten und Gerichte zu kreieren. „Mit der Zeit kam so mehr und mehr der Wunsch auf, mein eigenes Wissen an möglichst viele Menschen weiterzugeben“, erklärt Baier. Eigentlich wollte sie ein eigenes Kochbuch schreiben. Doch das sei ihr mit zu viel Aufwand verbunden gewesen, da sie hauptberuflich als Controllerin arbeite und das Thema Essen und Fitness nur hobbymäßig betreiben wolle. Die Idee, ihr Wissen in einem Blog zu genieren, hatte dann letztendlich ihre Mutter. Bevor sie damit anfing, musste sie sich erst einmal selbst über grundlegende Fragen im Klaren sein, wie z.B.: Wie baue ich meine eigene Internetseite auf? Welche Rechte habe ich? Wie gestalte ich das Layout? Welcher Internetseiten-Anbieter ist für mich der passende? Oder auch: Wie mache ich Essensfotos, damit sie ansprechend aussehen und zum Nachkochen anregen? „Das war schon nicht ganz einfach und ich habe sehr viel Zeit zum Recherchieren und Ausprobieren benötigt, beschreibt Baier die Anfänge ihres Foodblogs. Diesen betreibt sie am liebsten in entspannter Atmosphäre zu Hause am Laptop. Was die Ausstattung und den Platz in ihrer Küche angeht, sieht Baier noch Nachholbedarf: „Mein Mann und ich wohnen in einer Mietwohnung. Die Küche ist momentan sehr klein und eng. Wir haben leider nicht genug Platz, um auch mal was zusammen zu kochen.“ Das ändere sich zum Glück aber bald, wenn sie und ihr Ehemann im Dezember in ihr neues Haus ziehen werden, freut sich Baier. Die Gerichte stellt sie hauptsächlich durch Ausprobieren zusammen, indem sie Zutaten kombiniert, bei denen sie denkt, sie könnten zusammenpassen. Manchmal lässt sie sich auch von Kochbüchern, Rezepten von Starköchen oder aus dem Internet inspirieren. Obwohl Baier ihr Foodblog sehr viel Spaß bereitet, denkt sie momentan nicht daran, das Bloggen zu ihrem Beruf zu machen. „Natürlich freue ich mich über jeden Leser. Bislang verzeichnet mein Food- und Fitnessblog zwischen 4000und 5000 Seitenaufrufe. Damit bin ich schon ganz zufrieden. Mal schauen, wie sich die Beliebtheit der Seite entwickelt, aber momentan spielt dabei Geld keine Rolle“, verdeutlicht sie. Einnahmen könnte sie mit ihrem Blog beispielsweise durch Werbung für Firmenprodukte oder Links, die auf andere Seiten führen, erzielen. Langfristig wünscht sich Baier trotzdem eine noch größere Leserschaft: „Mein Ziel sind zwischen 5000 und 10 000 Seitenaufrufe bis zum Frühjahr. Deshalb versuche ich meinen Blog auch über die sozialen Kanäle publik zu machen.“ Das Feedback sei hier sehr positiv, so bekäme sie beispielsweise öfter lobende Kommentare auf der entsprechenden Facebookseite. Das steigere auch ihre Lust, den Blog mit weiteren neuen Ideen zu bereichern und zeige, dass sie sich auf einem guten Weg befinde, so Baier. Und wer weiß, vielleicht wird dann eines Tages ihr Hobby doch zum Beruf.

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