Goodbye Zucker: Zucker entlarven

Mit diesen Tipps entlarvst du (zugesetzten) Zucker im Handumdrehen…

TIPP 1:
Lies die Inhaltsstoffe und achte auf Wörter mit der Endung -OSE: Saccharose, Maltose, Dextrose, Fruktose, Glukose, Galaktose, Laktose, Glukose-Fruktose-Sirup. Allerdings ist es nicht immer so einfach. Auch hinter folgenden Zutaten verbirgt sich Zucker: Dextrine, Maltodextrin, Gerstenmalz, Rübenzucker, Maissirup, Karamell, Johannisbrotsaft, Brauner Zucker, Dattelzucker, Malzsirup, Fruchtsaft, konzentrierter und/oder entwässerter Fruchtsaft, Melasse, raffinierter Sirup.


TIPP 2:
Prüfe die Zuckermenge pro 100 Gramm und wähle Lebensmittel mit weniger als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Als Faustregel gilt: Lebensmittel und/oder Produkte mit einem Zuckergehalt über 20 Gramm gelten als stark erhöht, 15 bis 20 Gramm als hoch, 5 bis 15 Gramm als durchschnittlich und alle unter 5 Gramm als schwach.

 

TIPP 3:
Berechne den Anteil von natürlichem Zucker sowie von Zuckerzusatz. Unterschieden wird der natürliche Zucker eines Produktes wie zum Beispiel in Obst und Milch sowie der zugesetzte Zucker. Auf den Etiketten wird lediglich der Gesamtzucker ausgewiesen. Bei Milchprodukten kannst du 4,7 Gramm Zucker abziehen, da es sich bei diesem um Laktose (Milchzucker) handelt und somit ein natürlicher und kein zugesetzter Zucker ist.

 

TIPP 4:
Berechne die Zuckermenge in Teelöffeln, indem du diese durch (ungefähr) vier teilst. 1 Teelöffel Zucker entspricht nämlich 4,2 Gramm Zucker. Es wird empfohlen pro Tag nicht mehr als fünf bis neun Teelöffel (zugesetztem) Zucker zu verzehren.

 

TIPP 5:
Achte auf das tatsächliche Gewicht des Produktes. Die Angaben auf den Zutatenlisten werden auf 100 Gramm bezogen. Isst du mehr davon, dann berechne die Angaben auf diese Menge um.

 

TIPP 6:
Achte auf die Reihenfolge der Zutaten. Steht Zucker gleich als erstes, solltest du das Lebensmittel und/oder Produkt schnell wieder in das Regal legen, denn die zuerst genannten Inhaltsstoffe sind die wichtigsten.

 

TIPP ON TOP:
Flüssigkeiten sollten gar keinen Zucker enthalten. Saucen und Dressing können schnell zur Zuckerbombe werden. Gleiches gilt auch für Fruchtsäfte. Denke über folgendes nach:  Kannst du 10 Äpfel essen? Nein. Aber wie sieht es mit 10 Äpfeln trinken in Form von Saft aus? So führst du dir schnell eine Unmenge an Zucker zu, die der Körper schnell verwertet. Klar handelt es sich hierbei um natürlichen Zucker, allerdings enthalten ganze Früchte auch Fasern, die dazu beitragen den Verdauungsprozess zu verlangsamen. Durch den Saft lieferst du deinem Körper schnelle Energie, der den Zuckeranteil im Blut rapide ansteigen lässt und es wird kein Sättigungsgefühl herbeigeführt, wodurch weiterhin ein Hungergefühl signalisiert wird. Wenn du zu Säften greifst, dann verdünne sie zumindest mit etwas Wasser.

 

Werde in Zukunft sensibler, was das Thema Zucker angeht und versuche meine Tipps zu beherzigen. Du wirst ziemlich schnell ein Profi im Entschlüsseln sein und wissen, welche Produkte in dein Einkaufswagen wandern und welche lieber nicht.

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Kommentare: 2
  • #1

    Tabea (Samstag, 16 September 2017 11:41)

    Da hast du echt ein paar gute Tipps gesammelt. Ich will ja meinen Zucker Konsum auch wieder runter schrauben, aber im Moment mag ich Schokolade und Lebkuchen einfach zu gern.

    Nur dein zweiter Tipp ist meiner Meinung nach zu allgemein. Der Zuckergehalt von TrockenObst ist ja D in sehr hoch, aber das Zeug trotzdem zumindest etwas gesund.

    Liebe Grüße

  • #2

    Anna-Maria (Sonntag, 17 September 2017 18:27)

    Liebe Tabea,

    danke für deinen Kommentar. Zunächst zum Obst. Dieses enthält von Natur aus (Frucht-)zucker, aber gerade dieser gerät in letzter Zeit immer mehr in Verruf, weshalb man Obst nur in Maßen genießen sollte. Man muss auch hier immer bedenken, Zucker ist und bleibt Zucker.
    Klar liefert Obst noch gesunde Bestandteile, aber man darf es einfach nicht unterschätzen. Das Problem beim Trockenobst ist oftmals der zusätzlich zugesetzte Zucker, um die Früchte noch süßer zu machen bzw. um sie zu konservieren. Ich selbst greife ebenfalls gerne zu Trockenobst, allerdings in Maßen, denn wie du selbst auch schon schreibst ist es lediglich "etwas" gesund :).

    Danke für deine Meinung. Ich finde es toll, Anmerkungen und Anregungen zu meinen Beiträgen zu erhalten.

    Viele Grüße
    Anna-Maria