Gastbeitrag: Achtsamkeit im Hier und Jetzt (-ganzwunderbar-)

Vielen lieben Dank an Melanie vom Blog ganzwunderbar für Ihren tollen Gastbeitrag!

Melanie ist Ashtanga-Yogini und bloggt über Yoga und Lifestyle! Hier findest du tolle Tipps...
Schaue unbedingt auf ihrem Blog vorbei, es lohnt sich!

Immer wieder liest man von Achtsamkeit. Achtsamkeit durch Meditation lernen. Achtsamkeit beim Yoga lernen. Ein achtsames Leben führen. Aber was genau ist denn eigentlich Achtsamkeit und wieso tut uns Achtsamkeit so gut? Im Yoga lernen wir unsere Achtsamkeit auf den jetzigen Moment zu fokussieren. Sich komplett auf das Hier und Jetzt zu besinnen und den jetzigen Moment nicht zu werten. Sich keine Gedanken um die Vergangenheit oder die Zukunft zu machen. In der Gegenwart sein. Gar nicht so einfach!

Achtsamkeit im Alltag

Die Gedanken kommen und gehen ständig. Alle Wertungen unserer Eindrücke und somit Grübeleien, die es gilt abzustellen. Gedanken werden immer wieder in unseren Kopf strömen und weitere Gedankenkonstrukte und Schlussfolgerungen aus der Schlussfolgerung aus der Schlussfolgerung nach sich ziehen. Wir versuchen unsere Gedanken zu sortieren, zu verarbeiten. Aber wir haben es immer selber in der Hand, ob wir diese Gedanken weiterführen oder achtsam beiseiteschieben. Wir können unsere Gedanken selber steuern und uns schlechte Gedanken verbieten. Aber um Achtsamkeit zu lernen und zu üben, benötigen wir keine Meditation oder eine Yogastunde. Achtsamkeit kannst du jeden Tag, an jedem Ort, zu jeder Uhrzeit in deinem Alltag trainieren. Jede Situation in unserem Leben sollte achtsam erlebt werden. Achtsam, zum einen, um einen wunderschönen Moment zu genießen aber auch achtsam sein, wenn uns eine Situation nicht gut tut.
 

Achtsamer Gang

Es gibt zum Beispiel den achtsamen oder meditativen Gang, bei dem du dich voll und ganz auf deine Schritte konzentrierst. Die volle Achtsamkeit auf deine Füße und deine Bewegung lenkst. Beobachte einmal jede einzelne Bewegung deines Fußes, wie du den Fuß hebst und wieder abrollst. Beobachte wie sich dein ganzer Körper mitbewegt wenn du das Bein für den nächsten Schritt hebst und wieder senkst. Bei den Achtsamkeitsübungen geht es vorrangig darum, dass du aus der wertenden Rolle rausgehst. Es geht darum in die Rolle des Beobachters oder des Zeugen zu gehen. Einfach nur schauen und annehmen. Viele Situationen starten eine Gedankenkette nach der anderen. Wenn ich dies oder jenes mache was passiert dann? Beobachte einmal die jetzige Situation wenn du diesen Text liest. Was geht dir durch den Kopf? Wo sitzt du? Oder liegst du während du diese Zeilen vor deinem Auge betrachtest? Was gibt dein Umfeld für Geräusche ab? Hörst du vielleicht eine Straße oder Vögel? Kannst du deinen Atem hören und nimmst du die Bewegung deines Brustkorbes wahr? Diese Fokussierung, diese Beobachtungen sind Achtsamkeitsübungen, die du überall einfach mal zwischendurch trainieren kannst. Mit Yoga und durch Meditation schaffst du es besser, dich voll und ganz auf dich zu konzentrieren.

 

Achtsamkeit lernen

Im Laufe der Zeit können wir direkt unser Gehirn auf eine jetzige Situation im hier und jetzt gezielt trainieren. Durch das Training sind wir völlig in unserem Leben, können den Moment voll und ganz genießen ohne uns ständig Gedanken zu machen. Wir stoppen durch die völlige Achtsamkeit unsere Gedankenwelt. Durchbrechen das Affengeplapper. Viele Gefühle kommen im Laufe des Tages in uns hoch. Auch hier heißt es, sich die Gefühle anzuschauen, anzunehmen aber nicht zu werten. Manche Gedanken sind einfach da und wir können manche Situationen einfach nicht in unserem Leben ändern. Auch wenn wir uns das gerne wünschen. Wir können die Situation einfach nur achtsam annehmen.

 

Achtsamkeit durch Yoga

Durch Yoga trainieren wir unseren Geist und somit auch die Fähigkeit, achtsamer in unserem Leben zu sein. Mit jeder Yogastunde trainieren wir Körper und Geist. Auch hier in der Yogastunde leben wir die Achtsamkeit in jedem Asana. Wir konzentrieren uns voll und ganz auf unseren Körper und die jeweilige Yogaübung, schauen auf unsere Muskeln, fühlen in uns hinein wie sich das Asana anfühlt. Beobachten unseren Atem und schauen wie sich die jetzige Yogaübung für unseren Körper anfühlt. Spüren unseren Körper auf der Yogamatte, nehmen die leise Musik wahr und die Stimme der YogalehrerInn. Wir sind nun komplett im achtsamen Moment.

 

Annahme durch Achtsamkeit

Aber wozu das Ganze, fragst du dich jetzt? Wenn wir im achtsamen Moment sind, in die Beobachterrolle geschlüpft sind, haben unsere Gedanken keine Chance mehr sich in unserem Kopf breit zu machen. Unsere Konzentration liegt nun auf uns selbst und unser Umfeld. Ständiges Grübeln kann auf Dauer krank machen. Durch die Achtsamkeitsübungen stoppen wir diese Gedanken. Meistens führt dieses Grübeln nämlich zu keinem Ergebnis. Weil es manchmal einfach keine Antworten gibt, auf unsere Fragen. Das Leben ist einfach oft nicht zu erklären. Es geschehen Dinge, die wir uns nicht erklären können. Es wird auch keine Antworten darauf geben, wieso, weshalb, warum solche Dinge passieren und in unser Leben treten. Da können wir noch so oft diese Gedanken durchspielen, es führt nicht zum Ziel. Nimm einfach diese Gedanken liebevoll an und konzentriere dich im nächsten Moment wieder auf dich - auf das hier und jetzt!

Wenn du mehr über Yoga, Meditation und ein achtsames Leben erfahren möchtest, schau doch mal auf meiner Seite vorbei.

Namaste
Melanie

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