Basische Ernährung

Bestimmt hast du schon mal vom pH-Wert gehört und in diesem Zusammenhang auch das Ernährungskonzept der basischen Ernährung. Immer häufiger hört man davon, doch um was handelt es sich genau? Wofür ist eine basische Ernährung gut?
Was kann bzw. sollst du essen? Was lieber vermeiden oder gar komplett streichen?

Was ist die Basische Ernährung?
Die basische Ernährung sorgt zunächst dafür, dass der Körper nicht übersäuert und zielt folglich darauf ab den Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen zu halten. Letzterer wird durch den pH-Wert bestimmt, dessen Messwerte von eins bis vierzehn reichen, wobei alle Werte kleiner sieben sauer und alle Werte größer sieben basisch sind. Sieben wird als neutral eingestuft.

 

Was passiert bei einer Übersäuerung?
Ist der Körper übersäuert ist der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht, was zur Folge hat, dass alle Körperbereiche
(Blut, Lymphe, Gallenflüssigkeit, Bindegewebe und der Großteil des Dünndarms), die normalerweise basisch sind überschüssigen Säuren ausgesetzt sind und umgekehrt alle Körperbereiche (Dickdarm, Magen und Scheide), die sauer sein sollten zu einem pH-Wert größer sieben neigen. Ist der Körper übersäuert kann dies einen Mineralstoffmangel, aber auch eine Überlastung der Organe begünstigen. Letzteres kann dann dazu führen, dass Blutgefäße verstopfen und damit einhergehend Bluthochdruck entsteht, sich Nieren-, Gallen- und Blasensteine bilden sowie die Gelenke blockiert werden (Arthritis, Arthrose, Gicht und Rheuma). Um hier entgegenzuwirken empfiehlt sich eine basische Ernährung, welche einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt herstellt und somit die zuvor aufgeführten negativen Folgen umkehren kann.

 

Was sollst du essen?
Nun wirst du dich fragen, was du am besten zu dir nimmst, um diesen Effekt zu erreichen. Zunächst muss ich anmerken, dass basische Ernährung nicht gleichzusetzen ist mit gesunder und natürlicher Ernährung. Es gibt viele basische Lebensmittel, die zwar den Zweck basisch erfüllen, aber dauerhaft nicht gesund sind bzw. nicht den Kriterien einer ausgewogenen Ernährung entsprechen. Wie ich schon oft erwähnt habe ist mir aber gerade eine gesunde und naturbelassene Ernährung sehr wichtig, weshalb ich dir in diesem Artikel eine gesunde basische Ernährungsweise aufzeigen möchte.

Basische Lebensmittel sollten auf mindestens acht Ebenen wirken, was bedeutet, dass sie reich an basisch wirkenden Mineralien und Spurenelementen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen und arm an Methionin und Cystein (säurebildende Aminosäuren) sind, zur Anregung der körpereigenen Basenbildung führen, keine sauren Stoffwechselrückstände (Schlacken) hinterlassen, über einen hohen Wassergehalt verfügen, entzündungshemmend wirken und die Darmgesundheit fördern sowie stabilisieren. Anzumerken ist allerdings, dass die basische Ernährung keine Ernährung ist, die auf Dauer durchgeführt werden kann, sondern optimal ist um zu entschlacken, zu entgiften, den Darm zu reinigen sowie zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion. Aus diesem Grund ist dauerhaft nicht die rein basische Ernährung, sondern eine basenüberschüssige empfehlenswert. Diese besteht zu 70 bis 80% aus basischen und zu 20 bis 30% aus säurebildenden Lebensmitteln. Bei letzteren gilt die Regel, dass nicht alle gut bzw. schlecht sind, infolgedessen auch hier eine Differenzierung stattfindet. Um dir die Nahrungsmittelauswahl zu erleichtern, folgende Tipps: Damit es zu keiner Verwirrung kommt, möchte ich dir zuerst noch mit auf den Weg geben, dass ein sauer schmeckendes Lebensmittel nicht gleich als säurebildend gilt. Es geht darum, wie diese Lebensmittel im Körper wirken und nicht darum wie sie schmecken. Und nun zum nahrhaften. Legen wir los…

 

Die basischen Lebensmittel lassen sich grob in fünf Kategorien gliedern:
Extrem basisch, sehr basisch, basisch, einigermaßen basisch sowie weniger basisch.

  • Zu den extrem basischen Lebensmitteln zählen unter anderem
    Apfelessig, Brokkoli, Grünkohl, Gurken, Mandeln, Petersilie, Spinat.
  • Avocado, Basilikum, Chia-Samen, Endivie, Feigen, Ingwer, Kohl, Knoblauch, Kopfsalat, Paprika, Quinoa, Rettich, Rote Bete, Schnittlauch, Tomaten, Weiße Bohnen, Zitronen und Zwiebeln werden der zweiten Kategorie zugeordnet.
  • Basisch sind Artischocken, Blumenkohl, Buchweizen, Cashewkerne, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Linsen, Mandelmilch, Olivenöl, Spargel, Süßkartoffel, Tofu und Zucchini.
  • Als einigermaßen basisch gelten Birne, Couscous, Dinkel, Graupen, Hafer, Haselnüsse, Hirse, Nektarinen, Para- und Pekannüsse, Pflaumen, Pilze und Vollkornreis.
  • Ananas, Äpfel, Aprikosen, Bananen, Brombeeren, Chili, Cranberrys, Erdbeeren, Heidel- und Himbeeren, Kichererbsen, Kidneybohnen, Kiwi, Mais, Orangen, Pfirsich und Wildreis gehören zu den weniger basischen Lebensmitteln.


Ergänzt werden diese basenbildenden Lebensmittel mit den guten säurebildenden, zu denen Bio-Eier, Honig, Kaffee, Kakao,
Milch, Käse, Joghurt, Reissirup, Senf und Sojasauce zählen. Auch Fleisch ist hier einzusortieren.

 

Probiere es aus. Vielleicht lässt sich diese Ernährungsform bzw. Teile davon in dein Leben integrieren und trägt zur Steigerung deines Wohlbefindens bei. Aber beachte dabei immer, dass aus einer Leidenschaft keine Besessenheit wird und vor allem dass es sich hierbei um keine Diät handelt,
bei der Kalorien gezählt werden und du dich einschränken sollst.

 

Solltest du noch weitere Ideen benötigen, dann sind diese Rezepte optimal geeignet, um dich basisch zu ernähren: Quinoareis, Cashew-Fischkäse, Quinoa-Mexico-Bowl, Erbsensuppe, Rote Linsen Suppe,
Quinoa-Curry, Tomaten-Linseneintopf

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