All about: DEHNEN

Dehnen ja oder nein? Welche Möglichkeiten bestehen?
… All about –Dehnen– beantwortet dir wichtige Fragen zum Thema.

Beim Dehnen unterscheidet man die beiden Dehnformen der aktiven und passiven Dehnung sowie die beiden Arbeitsweisen der statischen und dynamischen Dehnung, welche sich untereinander beliebig miteinander kombinieren lassen. Doch was versteht man genau unter diesen Bezeichnungen?

 

Beim aktiven Dehnen wird die Dehnposition durch die Kontraktion der antagonistisch (entgegengesetzt) wirkenden Muskeln eingenommen, während bei der passiven Dehnung die Dehnposition durch externe Faktoren (zum Beispiel durch die Hilfe eines Partners) erzielt wird. Beim statischen Dehnen wird die Dehnposition langsam eingenommen und anschließend gehalten, wohingegen beim dynamischen Dehnen die Position im Wechsel eingenommen und verlassen wird und somit eine Bewegung stattfindet.

 

Ein Dehnprogramm kann auf unterschiedliche Art und Weise in das eigene Trainingsprogramm eingebaut werden: Im Rahmen des Warm-ups (Vordehnen), im Rahmen des Abwärmprogramms (Nachdehnen) sowie als eigener Trainingsteil zur Optimierung der Beweglichkeit. Was ist ratsam?

 

Oft wird das Dehnen vor einer sportlichen Leistung zur Vorbeugung von Verletzungen empfohlen, jedoch gibt es hierzu bis heute keine wissenschaftliche Bestätigung. Belegt werden konnte allerdings die Tatsache, dass ein regelmäßiges Dehnen zu einer Optimierung der Beweglichkeit führen kann, weshalb es sinnvoll ist das Dehnen als separaten Bestandteil in das Trainingsprogramm aufzunehmen.

 

Bei der Auswahl der Dehnübungen ist zu beachten, dass die aktive Dehnung durch die Kontraktion der entgegengesetzten Muskeln zur Stärkung dieser beitragen, allerdings nicht jeder Muskel gezielt durch eine aktive Dehnung angesteuert werden kann. Die passive Dehnung hingegen ist für fast jeden Muskel anwendbar und deren Ausführung ist sehr einfach. Bei der statischen Dehnung ist das Verletzungsrisiko durch das langsame Einnehmen sehr gering. Vorteil der dynamischen Dehnung liegt in dem wiederholten kurzzeitigen Einnehmen einer fast maximalen Dehnposition, allerdings ist darauf zu achten, dass die Durchführung kontrolliert stattfindet. Eine Grundaussage darüber, welche Methode am besten geeignet ist kann pauschal nicht getroffen werden. Es hängt von deinen individuellen Voraussetzungen, aber auch von deiner Zielsetzung ab, sodass es ratsam ist auszutesten, mit was du am besten klar kommst. Ich persönlich dehne mich mit ein paar aktiven und statischen Übungen im Anschluss an meine Ausdauereinheit.

 

Ich hoffe ich konnte dir durch meinen kleinen Ausflug in die Welt des Dehnens einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen verschaffen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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