Prinzipen der Trainingslehre

Du möchtest dein Training effektiv(er) gestalten?
Dann beherzige die folgenden sieben Prinzipien der Trainingslehre und einem Erfolg steht nichts mehr im Wege.

Um Anpassungsprozesse in Gang zu setzen und damit Anpassungen zu erzielen erfordert es übergeordnet drei Prinzipien:

  • Die Prinzipien der Auflösung von Anpassungen
  • Die Prinzipien der Sicherung von Anpassungen
  • Das Prinzip der spezifischen Steuerung der Anpassungen

 

Was dies im Detail bedeutet?...

Zur ersten Kategorie gehört zunächst das Prinzip des trainingswirksamen Reizes, was bedeutet das der beim Training bewirkte Belastungsreiz eine bestimmte Intensitätsschwelle überschreiten muss, um wirksam zu werden. Hierbei unterscheidet man vier Arten von Belastungsreizen: unterschwellige, schwach überschwellige, optimal überschwellige sowie zu stark überschwellige. Erstere verschlechtern die Funktionsfähigkeit, schwach überschwellige führen zu einem Erhalt der Leistungsfähigkeit und zu stark überschwellige können eine Beeinträchtigung der Körperfunktionen auslösen. Anzustreben sind, wie es der Name bereits verrät, optimal überschwellige Belastungsreize, die zu einer Optimierung der Leistung sowie eine Verbesserung und Erweiterung des Organsystems führen. Wichtig ist dabei, dass im Laufe des Trainings in definierten Zeitabständen Tests absolviert werden, um die neue individuelle Leistungsfähigkeit herauszufinden und die Anpassungsprozesse weiter am Laufen zu halten, was auch der Inhalt des nächsten Prinzips der ersten Kategorie, der progressiven Belastungssteigerung, ist. Das Prinzip der variierenden Belastung schließt die erste Kategorie ab und besagt, dass die Inhalte, die Belastungsparameter sowie die praktizierten Methoden nach und nach wechseln sollten, sodass die Motivation erhalten bleibt sowie ein optimaler Trainingseffekt erreicht werden kann.

 

Die Prinzipien der Sicherung von Anpassungen umfassen das Prinzip der optimalen Relation zwischen Belastung und Erholung, das Prinzip der Dauerhaftigkeit und Kontinuität sowie das Prinzip der Periodisierung und Zyklisierung. Es ist wichtig sich neben dem Training auch ausreichend Pausen zu gönnen, folglich Belastung und Erholung als eine zusammengehörende Einheit zu betrachten sind. Daneben kommt es darauf an, dass die Belastungen regelmäßig erfolgen, denn der Erfolg der Anpassung ist umso höher und stabiler, je dauerhafter und kontinuierlicher die Reize erfolgen. Das letzte Prinzip hat zum Inhalt, dass es nicht nur Phasen der Steigerung geben kann, sondern sich diese mit Stabilisations- und Reduzierungsphasen abwechseln müssen, um eine Überbelastung des Körpers zu verhindern.

 

Das Prinzip der Individualität und Altersgemäßheit ist der dritten Kategorie zuzuordnen und soll zum Ausdruck bringen, dass das Training und die zu setzenden Reize auf jeden individuell nach seinen Vorlieben, Stärken und seiner Leistungsfähigkeit anzupassen sind.

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